Herkunft

Freedom Wars

Was ist 'Freedom Wars'?

Freedom Wars ist ein Videospiel und erschien 2014 exklusiv für die Playstation Vita. Entwickelt wurde es von SCE Japan, also Sony selbst, und es wurde zu einem der erfolgreichsten First-Party-Titel auf der Vita bisher. Einzustufen ist es als Action-RPG mit einem umfangreichen Singleplayermodus, doch auch der Multiplayer, der sowohl Koop- als auch PvP-Möglichkeiten bietet, macht einiges her.

Doch worum geht es in dem Spiel denn nun?

In einer weit entfernten Zukunft sind die Ressourcen auf der Erde knapp geworden und die verbliebenen Staaten haben sich in sogenannten Panoptiken organisiert. Zu Beginn muss sich der Spieler einem solchen anschließen (wie etwa Berlin oder Tokyo); dies hat jedoch keine Auswirkungen auf den Spielverlauf sondern dient nur der Erstellung von Onlineranglisten. Ihr erwacht als "Sünder" (Straftäter) in einer heruntergekommenen, winzigen Zelle und habt keinerlei Erinnerung an eure Vergangenheit. Euer Strafmaß, jederzeit gut sichtbar über eurem Kopf schwebend, beträgt schlappe 1.000.000 Jahre. Jeder Schritt wird überwacht und anfangs dürft ihr nicht einmal jemanden ansprechen oder mehr als ein paar Schritte rennen, ohne weitere Strafjahre aufgebrummt zu bekommen. Zur Überwachung und Unterstützung wird euch ein Begleiter zur Seite gestellt, ein menschlich aussehender Android, der euch immer wieder gern an die strengen Vorschriften erinnert. Nun heißt es Missionen annehmen, Ressourcen für das Panoptikum beschaffen und so das Strafmaß reduzieren sowie neue Rechte und Fähigkeiten erwerben. Wenn ihr erst einmal eure Zelle verlassen dürft, beginnt sich die Story zu entwickeln und ihr erfahrt mehr über die Hintergründe dieser Gesellschaft, lernt aber unter den vielen Sündern auch einige Gefährten kennen, die euch im Kampf zur Seite stehen und alle ihre eigene Geschichte haben. In den Missionen wird mit Schusswaffen, Schnittwaffen und dem sogenannten Dorn gegen Sünder anderer Panoptiken und die riesigen, monströsen Entführer gekämpft, die ein wenig an die Engel aus Neon Genesis Evangelion erinnern. Mit Hilfe eures Dorns könnt ihr sie fesseln, herunterziehen oder euch selbst an ein Körperteil hängen, um es zu beschädigen und letztendlich abzutrennen. Euer Begleiter sowie drei Kumpanen plus deren Begleiter stehen euch dabei KI-gesteuert zur Seite. Das Kampfsystem ist außergewöhnlich und wirklich gut gelungen - so würde man sich ein Attack on Titan-Spiel wünschen! Mit den gewonnenen Belohnungen und abgeschnippelten Entführerkomponenten kann man seine Waffen aufwerten und andere nützliche Gegenstände herstellen - und das ist auch dringend nötig, denn XP oder Stats im klassischen Sinne gibt es nicht, schlagkräftiger wird man nur durch bessere Waffen. Bestandene Missionen kann man zu diesem Zweck beliebig oft wiederholen.
Für alle Actionfreunde, die nicht gleich die Flinte ins Korn werfen wenn sie mal auf die Mütze kriegen, ist Freedom Wars auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Die Story und die NPCs kommen nicht zu kurz, die Kämpfe machen Laune und die eigene Figur sowie der Begleiter sind frei gestaltbar bis hin zu zwei verschiedenfarbigen Augen. ^^ Und wenn eine Mission mal viel zu schwer ist, kann man sich online oder im lokalen Multiplayer Unterstützung holen, um die Mission anschließend im eigenen Spiel als erledigt abhaken zu können. Das enorme Strafmaß sorgt außerdem für Langzeitmotivation - was passiert wohl, wenn man es schafft, die Jahre auf Null zu reduzieren?