Manche Geschichten packen einen sofort – The Climber ist genau so eine. Als Buntaro Mori zu Beginn auf das Dach seiner Schule klettert, beginnt eine Reise, die weit über das bloße Erklimmen von Wänden hinausgeht. Der introvertierte Schüler entdeckt im Klettern etwas, das ihm im Alltag fehlt: Freiheit, Fokus und das Gefühl, ganz bei sich selbst zu sein.
Was zunächst mit einer spontanen Kletteraktion beginnt, entwickelt sich zu einer tiefgreifenden Leidenschaft. Buntaro sucht immer neue Herausforderungen, stellt sich seinen Grenzen und entdeckt dabei die faszinierende, aber auch gnadenlose Welt des Kletterns. Es geht um mentale Stärke, Einsamkeit, Ehrgeiz und diesen ganz besonderen Moment an der Wand, wenn nur noch der nächste Griff zählt und alles andere in den Hintergrund rückt.
Was The Climber so außergewöhnlich macht, ist seine Intensität. Die atemberaubenden Zeichnungen lassen Höhen, Abgründe und Felswände beinahe greifbar werden. Man spürt förmlich die Anspannung vor dem nächsten Zug, die Konzentration auf den richtigen Tritt und den Kampf mit dem eigenen Kopf. Denn Klettern ist eben nicht nur körperliche Kraft – es ist vor allem auch eine mentale Herausforderung.
Mit der deutschen Veröffentlichung bei Carlsen kommt endlich ein Manga zu uns, der die Faszination des Kletterns auf eine einzigartige Weise einfängt. Ein intensives, bildgewaltiges Erlebnis für alle, die den Nervenkitzel am Fels lieben und wissen, dass der schwierigste Griff manchmal der im eigenen Kopf ist.